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Diskriminierung und sexualisierte Gewalt in der Schweizer Armee

Lesezeit 3 Min.

Wenn du als Frau zur Armee willst, wirst du früher oder später mit dem Thema Diskriminierung und sexualisierte Gewalt konfrontiert. Das passiert durch Kommentare aus deinem Umfeld, Stories von anderen oder direkt während deines Dienstes. Die Armeeführung, angeführt von Korpskommandant Thomas Süssli, fährt bei solchen Vorfällen eine klare Nulltoleranz-Strategie. Trotzdem zeigt eine Umfrage aus 2023: Fast 50 Prozent der Befragten haben Diskriminierung erlebt, am häufigsten in Form von sexualisierten Sprüchen. Die Armee will das ändern und setzt Massnahmen um: Meldungen sollen schneller, einfacher und unkomplizierter werden. Das Thema wird auch bei Events offen angesprochen und kritisch beobachtet, um wirklich etwas zu bewegen. (Quelle: vtg.admin.ch/de/diskriminierung-und-sexualisierte-gewalt)

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Wie viele Teilnehmer/innen gab es und sind die Zahlen auch repräsentativ?

1'126 haben an der Umfrage teilgenommen. Davon sind 32.1 Prozent der Teilnehmenden Männer und 67.9 Prozent Frauen. Die Umfrage ist nicht repräsentativ.

Sind mehr Frauen als Männer von sexualisierter Gewalt betroffen?

Ja, Frauen sind deutlich stärker von sexualisierter Gewalt betroffen als Männer. Nicht-heterosexuelle cis Männer sind ebenfalls stark betroffen, zeigt eine Umfrage bei 1'126 Armeeangehörigen.

Was passiert, wenn ich selbst Opfer werde?

Melde es unverzüglich deinen Vorgesetzten und/oder einer Vertrauensperson. Anhand der Nulltoleranz-Strategie wird deine Meldung sofort geprüft.

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Lesezeit 3 Min.

Melanie's persönliche Journey zum Korporal

Melanie suchte nicht nur einen Ausgleich zu ihrer Tätigkeit in der Feuerwehr, sie wollte zeigen, dass auch Frauen Zivilschutz leisten können. Gleichzeitig wollte sie der Bevölkerung näherbringen, was der Zivilschutz überhaupt ist.

Durch ihren Dienst in der Führungsunterstützung konnte sie wertvolle Erfahrungen sammeln, insbesondere im methodischen und didaktischen Bereich, die ihr auch in der Feuerwehr zugutekommen. Darüber hinaus hat sie ein klareres Bild ihrer eigenen Fähigkeiten entwickelt und an Selbstvertrauen dazu gewonnen.

Wenn sie heute zurückblickt, würde sie nur eines anders machen, sie hätte sich früher für den Zivilschutz einteilen lassen.

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Sarah's persönliche Journey zum Wachtmeister

Um Erfahrungen zu sammeln, die im zivilen Leben nur selten möglich sind, entschied sich Sarah für den Dienst in der Armee. Als Durchdienerin in einer Führungsfunktion der Infanterie übernahm sie früh Verantwortung und gewann wertvolle Führungserfahrung.

Dank der in der Unteroffiziersschule erworbenen Kompetenzen konnte sie bereits nach vier Monaten eine Stellvertretungsfunktion im zivilen Beruf übernehmen. Eine Position, für die üblicherweise eine weiterführende Ausbildung erforderlich ist.

Geprägt von Kameradschaft, Disziplin, dem Ausloten der eigenen Grenzen und dem erfolgreichen Meistern anspruchsvoller Tage würde Sarah jederzeit wieder diesen Weg wählen, denn er ist eine ihrer besten Lebensentscheidungen.

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